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Hochschulnetzwerk „Bildung durch Verantwortung“

Donnerstag, 12 März 2009 07:51


Neues Lernen, besseres Lernen

Service Learning, die Kombination aus Studium und ehrenamtlichem Engagement, ist in den USA längst etabliert. Neben der Gesellschaft profitieren auch die Studierenden von dem Angebot: beim Service Learning erwirbt man messbar mehr Wissen als in konventionellen Veranstaltungen. Damit sich die Idee auch in Deutschland durchsetzt, haben sechs Hochschulen Anfang März an der Universität Würzburg das Netzwerk „Bildung durch Verantwortung“ gegründet. Mit ihrem Projekt UNIAKTIV gehört die Universität Duisburg-Essen (UDE) zu den Gründungsmitgliedern und nimmt im ersten Jahr die Projektkoordination wahr.

 

 

In den USA ist Service Learning fester Bestandteil im Campus-Alltag. Jurastudenten beraten kostenlos bei Rechtsstreitigkeiten; angehende Lehrer bilden Hausaufgabenhelfer unter Grundschülern aus; Psychologie-Studierende unterstützen Streitschlichter. Spezielle Büros kümmern sich um Dozenten und beraten sie bei der Integration von Service Learning-Angeboten in ihre Lehre. Studierende können sich dort Tipps für ihr ehrenamtliches Engagement holen.

Von solchen Verhältnissen ist Deutschland noch weit entfernt. Damit sich dies ändert, haben die Universitäten Duisburg-Essen, Erfurt, Mannheim, Würzburg und des Saarlandes sowie die Fachhochschule Erfurt Anfang März das deutsche Hochschulnetzwerk „Bildung durch Verantwortung“ gegründet. Für die UDE unterzeichnete die Prorektorin für Diversity Management, Prof. Dr. Ute Klammer, den Vertrag.

Eine Ausbildung, die es Studierenden ermöglicht, über ihr Fachwissen hinaus gesellschaftlich verantwortlich zu handeln und sich dabei auch persönlich weiterzuentwickeln, - dies erwarten die Gründungsmitglieder des Hochschulnetzwerks von Universitäten und Fachhochschulen in Deutschland. „Dies kann über die Methode ‚Service Learning‘ erfolgen, wobei Studierende im Rahmen der Lehre an Hochschulen einen Dienst an der Gesellschaft leisten und dadurch zugleich Lerninhalte vertiefen“, heißt es in der Präambel der Gründungserklärung. Mit dem Beitritt zum Netzwerk bekunden die Hochschulen ihren Willen, „persönliche und gesellschaftliche Verantwortung als wesentliche Bildungsaufgabe“ an ihren jeweiligen Standorten anzusehen und zu entwickeln.

Schon seit 2005 verbindet die UDE mit UNIAKTIV Theorie und Praxis. Dabei bietet die Uni den Studierenden die Möglichkeit mit Service Learning ihr Wissen praktisch anzuwenden und sich in sozialen Einrichtungen zu engagieren. UNIAKTIV betreut die angehenden Akademiker bei ihren Schritten in die Praxis und vermittelt ihnen wichtige Schlüsselqualifikationen. Mehr als 900 Studierende haben die Initiative und kooperierende Dozenten so bereits mit über 40 Seminaren und in rund 50 Projekten begleitet.

UNIAKTIV wird von der Stiftung Mercator gefördert.