Abgeschlossene Seminare
Im Folgenden sind beispielhaft verschiedene Service Learning-Seminare aufgeführt, die bereits erfolgreich umgesetzt wurden. Hier bekommst Du einen Eindruck davon, welche Projekte im Rahmen eines Service Learning Seminars umgesetzt wurden und welche Einrichtungen dabei mitgewirkt haben.
Ideas Lab! Ideen praktisch entwickeln und ausarbeiten
Veränderungen und Innovationen beginnen mit einer (guten) Idee. Im Ideas Lab im WS 09/10 erfuhren und übten die Studierenden praktisch, wie man Ideen entwickeln und so ausarbeiten kann, dass sie schließlich auch umgesetzt werden. Dazu begaben sich die Studierenden in die Rolle einer Kreativ-Agentur für gemeinnützige Einrichtungen: Sie fanden in Kleingruppen Problemstellungen aus dem gesellschaftlichen Umfeld und erfuhren, mit welchen Methoden sich systematisch Ideen entwickeln und konzeptionell ausarbeiten lassen.
Die beste Idee wurde von einer Jury ausgezeichnet. Die Gewinnergruppe nahm als Teil eines Think Tanks an der professionellen Verfeinerung des Konzeptes teil und übergab den Vorschlag einer gemeinnützigen Einrichtung.
Qualitätsmanagement und Evaluation: Methoden und Praxis
Nach dem inhaltlichen Input von verschiedenen Qualitätsmanagement- und Evaluationstechniken können die Studierenden im Rahmen unterschiedlicher Projekte in Gruppen selbst eine Untersuchung des Qualitätsmanagements durchführen.
So führten Studierende im WS 07/08 verschiedene Untersuchungen für gemeinnützige Einrichtungen durch:
Eine Projektgruppe erstellte eine Wirkungsanalyse mit Hilfe von Fragebögen für den Bereich der Orientierungsgruppe bzw. Rückfallprophylaxe der Suchthilfe direkt, die Hilfe für suchtkranke Menschen und deren Angehörige anbietet.
Eine weitere Projektgruppe erfragte mit Hilfe von qualitativen Interviews und quantitativen Fragebögen die Zufriedenheit der ehrenamtlich Tätigen im Otto-Hue-Haus, ein Altenheim der AWO Essen.
Öffentlichkeitsarbeit in Institutionen: Know-how und Praxisanwendung
In diesem Seminar wurden insbesondere Techniken zur Erstellung von PR-Konzepten erlernt.
Im Rahmen der Praxisphase erstellte eine Projektgruppe ein PR-Konzept für den Buntern Kreis Duisburg e.V. - ein gemeinnütziger Verein, der Nachsorge für zu früh geborene, chronisch oder schwerstkranke Kinder bietet. Die Gruppe hatte ebenso die Möglichkeit, verschiedene Maßnahmen aus diesem Konzept aktiv umzusetzen, wie z.B. Infostandplakate neu zu entwickeln.
Eine weitere Gruppe von Studierenden verfolgte das Ziel mit Hilfe von verschiedenen PR-Maßnahmen (z.B. Logos, Plakate, Slogan) den Bekanntheitsgrad des Campus-Radios DUE zu verbessern.
Ein weiteres Projekt umfasste die Erstellung einer Broschüre mit Fotos und Texten zu der Begegnungswoche im Rahmen der "9. Jugendkunstausstellung 2008".
Das Seminar wurde 2007 mit dem Jimmy Carter Award ausgezeichnet.
Paradigmen und Konzepte der Softwareentwicklung
Die Lehrveranstaltung "Praktische Softwareentwicklung" wird seit dem Wintersemester 2006/07 in Kooperation mit UNIAKTIV durchgeführt.
Im WS 07/08 entwickelten Studierende der Wirtschaftsinformatik ein webbasiertes Content-Management-System für das Diskussionsforum „Politischer Salon“ des EineWeltForum Essen e.V. sowie eine barrierefreie Internetplattform für das Gehörlosenzentrum Recklinghausen.
Seit dem SS 08 wird in diesem Seminar an einer GPS-Orientierungshilfe für Sehbehinderte gearbeitet. Kooperationspartner in diesem Bereich waren der Blindenhilfsverein Essen e.V., GLZ Recklinghausen sowie das LWL Berufsbildungswerk Soest. Weitere Informationen findest Du hier.
Projektmanagement-Praxis: Non-Profit Projekte
Projektmanagement dient dazu, komplexe und schwierige Vorhaben durchführbar und kontrollierbar zu machen. Was das in der Praxis heißen kann, erfuhren die beteiligten Studierenden im WS 07/08:
So galt es zum einen, ‚computerfernen‘ Schülern der Jgstf. 9 am Alfred-Krupp-Gymnasium MS-Office nahezubringen, zum anderen, für das Agenda-Forum Essen e.V. eine fachfremde Abendveranstaltung mit greifbarem Ergebnis durchzuführen. Anhand dieser Projektaufträge entwickelten zwei Projektgruppen weitgehend eigenständig entsprechende Konzepte, planten Aufwände wie Abläufe und setzten die Planungen erfolgreich in der Praxis um. Geschult in den Grundlagen des Projektmanagements stellten sich die interdisziplinären Teams den organisatorischen und zwischenmenschlichen Schwierigkeiten, die bei Projekten frequent auftreten und übten sich im Umgang mit realen Kunden. Neben der Einsicht, dass Theorie und Praxis zuweilen immense Unterschiede aufweisen, ging es auf akademischer Ebene auch darum, persönlich wie fachlich die eigenen Stärken und Schwächen zu erkennen und konstruktiv einzubringen.
Kreativitätstechniken und Methoden der Ideenfindung
Bereits zweimal (WS 07/08, SS08) setzten Karsten Altenschmidt (UNIAKTIV) und Tom Blank vom geko-netzwerk das IOS-Seminar als Service Learning Veranstaltung um. Dabei erwies es sich als gleichermaßen anschaulich wie motivierend, dass die Studierenden die Methoden zur Ideenfindung nicht nur kennenlernten, sondern direkt anwenden konnten, um praktische Probleme zu lösen.
Im WS 07/08 entwickelten die beteiligten Studierenden deshalb Ideen für eine nationale Marketingkampagne des Sozialdienst katholischer Frauen (SKF), eines bundesweit tätigen Vereins, der v.a. häusliche Gewalt sowie Schwangeren-, Obdachlosen- und Prostituiertenbetreuung zum Thema macht. Claudia Steinborn, Leiterin Sozialmarketing und Öffentlichkeitsarbeit beim SKF, zeigte sich angesichts der Ideenfülle erfreut, während die Studierenden ihrerseits ihr Bild von Verein und Thematik überdachten (und diskutierten).
Siehe hierzu: www.skf-zentrale.de
Im SS 08 galt es, für den Alta Vita e.V., Essener Verein für soziale Gerechtigkeit und mehr Lebensqualität, eine Veranstaltungsreihe innovativ zu gestalten. Nach einem Briefing durch Vereinsvorsitzenden Mike Khalil gaben die Studierenden Vollgas und entwickelten mit den neuerworbenen Techniken eine Vielzahl ungewöhnlicher und umsetzbarer Ideen, die sie dem Vereinsvorsitzenden präsentierten. Khalil war beeindruckt von den Ideen und der Professionalität, mit der die Studierenden sein Thema bearbeitet hatten.
Siehe hierzu: www.alta-vita.de
Leider wird dieses Seminar bis auf Weiteres nicht mehr an der UDE stattfinden.
Lernen in fremden Lebenswelten
Im Rahmen einer mindestens 30-stündigen ehrenamtlichen Tätigkeit in einer selbst ausgewählten Einrichtung konnten u.a. eigene Projekte umgesetzt werden.
![]()

Ein Student engagierte sich im St. Ludgeri Altenheim, in dem er neben allgemeinen Tätigkeiten (wie Betreuung und Unterstützung der BewohnerInnen) eine Leinwand gemeinsam mit den Senioren künstlerisch gestaltete. Des Weiteren half der Studierende bei der Umsetzung und Gestaltung des Sommerfestes der Einrichtung.

Eine Studentin gestaltete im Rahmen ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit gemeinsam mit der Mädchengruppe des Jugendzentrums „ZAP“ Duisburg die Wände eines Aufenthaltsraumes neu. Hierbei wurden u.a. die Ideen und Wünsche der Mädchen berücksichtigt und künstlerisch eingebaut.
Konzepte der Werteerziehung: Tierschutz in Erziehung, Schule und Unterricht
In Kooperation mit UNIAKTIV und „animal peace Tierhof e.V.“ führte Thomas Schwarz (Institut für Pädagogik) dieses Seminar für Lehramtsstudierende mit Unterrichtsfach Pädagogik durch. Im praxisbezogenen Teil des Seminars sollten Studierende in verschiedenen Schulen den Schülern der Sekundarstufe I vor allem Fakten über den artgerechten Umgang mit Haustieren sowie die Ursachen und Folgen von Tierquälerei und Nutztierhaltung nahebringen. Zurzeit betreuen sechs UDE-Studentinnen die Projekte an einer Gesamtschule und einem Gymnasium in Mülheim und Essen. Sie führen beispielsweise die AG „Leben mit Tieren“, in der Schülern in 30 Unterrichtsstunden didaktisch und methodisch aufbereitete Hilfestellungen im Umgang mit Tieren vermittelt werden. Eingeplant sind dabei auch Ausflüge zu nahe gelegenen Tierhöfen und Zoos sowie Rollenspiele und das Erstellen einer eigenen Zeitschrift.
Dass der Tierschutzunterricht als Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis gut funktioniert, beweist die Unterrichtsreihe „Richtiger Umgang mit Haustieren“, die bereits erfolgreich in einer sechsten Klasse der Gesamtschule in Duisburg-Walsum durchgeführt wurde. Unter www.tierschutzlehrer.com findest Du weitere Informationen.
Art meets science: Virtual Water

13 Liter Wasser werden für die Produktion einer 70-Gramm-Tomate benötigt - 13 Liter Wasser passen in 13 1Liter-Flaschen.
Als „Virtuelles Wasser“ wird das Wasser bezeichnet, das nicht sichtbar, aber dennoch für die Herstellung verschiedener Produkte (z.B. Nahrungsmittel, Kleidung, etc.) notwendig ist. So werden für eine Tasse aufgebrühten Kaffee insgesamt 140 Liter Wasser benötigt, denn die Kaffeebohnen selbst sowie der Herstellungs- und Verteilungsprozess führen ebenfalls zu einem bestimmten Wasserverbrauch. Dieses gesellschaftlich relevante Thema gibt u.a. Anlass dazu, sich auch künstlerisch mit den Inhalten des „virtual waters“ auseinanderzusetzen („art meets science“). Unter der Leitung von Prof. Dr. Hans-Curt Flemming und Künstlerin Sigrid Lange konnten die Studierenden künstlerisch aktiv werden und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Durch die Auseinandersetzung mit verschiedenen Bereichen des „Virtual Waters“ sind die Ergebnisse völlig unterschiedlich ausgefallen und z.B. anhand von zeichnerischen Darstellungen, digitalen Ausführungen und anderen Kunstwerken präsentiert worden. Siehe hierzu: www.artmeetsscience.de Das Seminar fand in Zusammenarbeit mit UNIAKTIV und dem Zentrum für mikroskalige Umweltsysteme (ZMU) statt.
Retrodigitalisierung
Der Sinnesgarten - Ein praktisches Beispiel für die erfolgreiche Umsetzung eines Projekts im Rahmen eines Service Learning-Seminars
Hier findest Du eine Präsentation der Gestaltung eines Sinnesgartens für demenzerkrankte Menschen (pdf-Format).
„Service Learning“ in multikulturellen Ganztagsgrundschulen
Projektmanagement sowie die Zusammenarbeit mit schulischen und außerschulischen Bildungspartnern spielen eine große Rolle für den Alltag eines Lehrers. In Kooperation mit UNIAKTIV führte Frau Dr. Elke Schubert dieses Service Learning-Seminar im Sommersemester 2009 durch, das der Planung und Durchführung von verschiedenen Projekten in Zusammenarbeit mit ausgesuchten Schulen im Essener Raum diente. Hier konnten die eigenen Fähigkeiten im Rahmen des Projektmanagements in der Lehrerbildung gestärkt werden.
Praxisprojekt Komedia
Ein praktisches Ziel des Praxisprojektes von Prof. Dr. Nicole Krämer und Sabrina Sobieraj im Sommersemester 2009 war es, sich als Großgruppe zu organisieren, um die Wahrnehmung der „Duisburger Tafel“ in der Öffentlichkeit zu untersuchen und den Bekanntheitsgrad festzustellen. Darauf aufbauend wurden geeignete Kommunikationsstrategien zur verbesserten Präsenz erarbeitet, die im nächsten Schritt evaluiert werden sollten. Als theoretisches Ziel wurde die Vertiefung spezifischer sozialpsychologischer und kommunikationspsychologischer Themen verfolgt, die der öffentlichen Kommunikation und Einstellungsbildung zugrunde liegen, und von den Seminarteilnehmern aufbereitet wurden.
Technik auf Tour: Ingenieur-Studierende an Schulen
Studierende der Ingenieurwissenschaften können im Rahmen des nicht-technischen Fachs "Aufbau und Betreuung von naturwissenschaftlichen Arbeitsgruppen an Schulen" mit Schülerinnen des Mädchengymnasiums Essen-Borbeck naturwissenschaftliche Experimente durchführen. Ziel ist es, Schülerinnen gezielt an naturwissenschaftliche und technische Berufe heranzuführen. Die Studierenden trainieren dabei Schlüsselkompetenzen, wie Kommunikations- und Teamfähigkeit, die in zunehmender Weise bewerbungsrelevant sind. Die Veranstaltung wurde im Sommersemester 2009 von Dr.-Ing. Wolfgang Mertin, Dr.-Ing. Wolfgang Brockerhoff und Karsten Altenschmidt M.A. durchgeführt.
Projektseminar: Intergenerationelles Lernen
In diesem Projektseminar, das im Sommersemester 2009 unter der Leitung von Dipl.-Päd Jan Hammerer durchgeführt wurde, sollten Methoden der pädagogischen Arbeit mit Senioren und Kindern gesammelt und bewertet werden. Der Schwerpunkt lag hierbei in der beiderseitigen Förderung kognitiver Kompetenzen. Anschließend wurden ausgewählte Methoden in der Praxis (in Kooperation mit dem Mehrgenerationenhaus der AWO Duisburg) erprobt und evaluiert.
Das UN-System und internationale Klima- und Sicherheitspolitik - Teilnahme an einer UN-Simulationstagung
Im Rahmen des seit 2005 existierenden DuEMUN-Planspielprojektes wurde innerhalb des Seminars eine eintägige UN-Simulationstagung in Kooperation mit Gymnasien im Ruhrgebiet durchgeführt. Das Seminar hatte folgende Schwerpunkte:
- Einführung in den Aufbau und die Funktionsweise der UN-Hauptorgane und von UN-Organisationen
- Vorstellung von Methoden der Online-Recherche über Debatten in ausgewählten UN-Hauptorganen
- Untersuchung außenpolitischer Strategien in den Politikfeldern der Sicherheitspolitik, der Menschenrechtspolitik und des Klimawandels am Beispiel der USA, der EU-Regierungen, von Indien und China
- Durchführung von praktischen Übungen zu formalisierten Debatten in UN-Gremien
Die Veranstaltung umfasste fachdidaktische Analyse und Konstrukt ausgewählter Gegenstände der Politikwissenschaft. Dabei wurde die Planspielmethode unter Perspektive der Vermittlung am Beispiel der Entscheidungsabläufe innerhalb von UN-Gremien entfaltet.
Projektseminar: Intergenerationelles Lernen
In diesem Projektseminar, das im Sommersemester 2009 unter der Leitung von Dipl.-Päd Jan Hammerer durchgeführt wurde, sollten Methoden der pädagogischen Arbeit mit Senioren und Kindern gesammelt und bewertet werden. Der Schwerpunkt lag hierbei in der beiderseitigen Förderung kognitiver Kompetenzen. Anschließend wurden ausgewählte Methoden in der Praxis (in Kooperation mit dem Mehrgenerationenhaus der AWO Duisburg) erprobt und evaluiert.
nach oben






