Über uns


Entstehung

UNIAKTIV ist ein Projekt der Universität Duisburg-Essen, das sich zum Ziel gesetzt hat, bürgerschaftliches Engagement unter den Studierenden der Hochschule zu fördern und in die universitäre Lehre zu integrieren. Gegründet wurde UNIAKTIV im Jahr 2005 von Prof. Dr. Wolfgang Stark, Leiter des Labors für Organisationsentwicklung (OrgLab) an der Universität Duisburg-Essen. Seit dem Herbst 2006 wird das Projekt von der Stiftung Mercator gefördert. UNIAKTIV ist an beiden Campi (Duisburg und Essen) mit einer Anlaufstelle vertreten.


Projektansatz

1. Freiwilligenarbeit

Studierende können im Rahmen eines begleiteten freiwilligen Engagements wichtige Schlüsselkompetenzen erwerben. Für einen bestimmten Zeitraum arbeiten sie mit in sozialen Einrichtungen (z.B. für alte, kranke oder behinderte Menschen, mit Obdachlosen, mit Kindern in Schulen und Stadtteilen), in ökologischen oder sozialkulturellen Projekten (z.B. Veranstaltungsmanagement). Dabei können u.a. auch bereits durch die Universität unterstützte regionale und internationale Projekte (z.B. Sustainable Development Group der Universität Duisburg-Essen, UNICEF-Hochschulgruppe, Students In Free Enterprise) genutzt werden. Bei Bedarf werden die Studierenden auf ihr Freiwilligenengagement vorbereitet und begleitet. Ein Auswertungsseminar sichert die Nachhaltigkeit der gesammelten Erfahrungen.

Auf diese Weise erhalten die Studierenden die Chance, ihre personalen und sozialen Kompetenzen durch ein Lernen in „fremden“ Lebenswelten zu stärken. Dies betrifft vor allem die Kommunikationsfähigkeit, die Fähigkeit Bindungen aufzubauen, Konflikte zu managen bzw. zu lösen, Kooperations- und Teamkompetenzen zu stärken sowie mit eigenen und fremden Emotionen umzugehen. Ein Zertifikat dokumentiert und erkennt das Engagement der Studierenden an. Freiwilliges Engagement ergänzt damit das Qualifikationsprofil und ist in zunehmendem Maße bewerbungsrelevant.

2. Service Learning

Das in diesem Zusammenhang zu erprobende Konzept des Service Learning verknüpft UNIAKTIV mit dem Fachstudium: Service Learning ist ein in den USA erprobtes, für deutsche Universitäten jedoch relativ neues Konzept, das sich für alle Fachrichtungen eignet. So können z.B. Studierende der Betriebswirtschaftslehre beim Controlling von Gemeindeeinrichtungen behilflich sein oder Marketingkonzepte für soziale Projekte entwickeln, während Physikstudenten lernschwachen Schülern ihr Fach näher bringen. Während die Gemeindepartner vom Know-how und der Arbeitskraft der Studierenden profitieren, können diese ihr Wissen in der Praxis erproben, soziale und personale Kompetenzen sowie bürgerschaftliche Werte erwerben. Des Weiteren fördern Service Learning Projekte den Theorie-Praxis-Transfer und stärken die zivilgesellschaftlichen Strukturen der Region.


Hintergrund

Universitäten vermitteln nicht nur disziplinäres Fachwissen, sondern haben auch die Aufgabe, mit den zukünftigen Führungskräften in unserer Gesellschaft die Bedeutung sozialer Verantwortung und Gemeinsinn herauszuarbeiten und zu entwickeln. Daher sind eine Reihe der Top-Universitäten im In- und Ausland dazu übergegangen, neben den traditionellen und neuen Schlüsselkompetenzen auch Einsätze für bürgerschaftliches Engagement bereits in der Studienzeit zu fördern und anzuerkennen. UNIAKTIV greift diese Entwicklung auf und leistet somit einen besonderen Beitrag für eine qualitativ hochwertige Lehre an der Universität Duisburg-Essen. Außerdem fördert UNIAKTIV die gesellschaftliche Kooperationsfähigkeit der Universität in der Region im Sinne der Nachhaltigkeit.